21.03.2011

Radiologische Gemeinschaftspraxis vernetzt seine Standorte

Mit der Glasfaser und Voice-over-IP zukunftssicher

Die Glasfaser bringt die radiologische Gemeinschaftspraxis Dr. Grabowski auf die Überholspur: Mit der High-Tech-Vernetzung der beiden Praxisstandorte am St. Josef-Krankenhaus und an der St.Barbara-Klinik in Hamm hat die Praxis den Grundstock für Expansionen gelegt. „Wir sind jetzt technisch ausgerüstet, um  weitere Standorte in unser geschlossenes Netzwerk einzubinden“, schildert der Radiologe.

Seit 2000 ist die Praxis am St. Josef-Krankenhaus ansässig, seit 2003 an der Barbara-Klinik. Die Glasfaser-Verbindung zwischen den beiden IT-Netzwerken und den Telefonanlagen der etwa acht Kilometer entfernt liegenden Standorte ermöglicht den vier Ärzten ein hohes Maß an Unabhängigkeit. So sind Lichtwellenleiter wie die Glasfaser das derzeit schnellste Übertragungsmedium weltweit – sie können selbst riesige Datenmengen wie hoch aufgelöste Aufnahmen von Computer- oder Kernspinuntersuchungen in wenigen Sekunden in die jeweils andere Praxis übertragen. Als so genanntes „Private Network“ ist die Anbindung völlig unabhängig vom Internet und damit sicher vor externen Zugriffen. „Das ist absoluter Schutz für sensible Patientendaten“, sagt Praxisinhaber Dr. Ralf Grabowski.
Die technische Innovation, die durch das lokale Systemhaus HeLi NET iTK realisiert wurde, ist insbesondere auch vor dem Hintergrund des akuten Facharztmangels interessant. Dadurch, dass sich auch problemlos Heimarbeitsplätze einrichten lassen, spielt Dr. Grabowski bereits mitarbeiterfreundliche Arbeitsplatzmodelle durch: „Ich kann mich von zuhause ohne Probleme in das Netzwerk einloggen, die radiologischen Untersuchungen aus den Praxen am Bildschirm auswerten und die Befunde direkt diktieren“, sagt der Arzt. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Die Telefonanlage ist ebenfalls in das Netzwerk integriert. Durch diese – in der Fachwelt als Voice-over-IP bezeichnete – Lösung sind alle Standorte unter einer einheitlichen Nummer erreichbar, auch der diensthabende Kollege in seinem Home-Office. „Wenn ich mich ins Netzwerk eingewählt habe, kann ich problemlos über die Praxisnummer telefonieren. So kann ich mir am Wochenende bei Anfragen den Weg ins Büro sparen“, schildert Dr. Grabowski.
Auch die Patienten profitieren ganz konkret von der Technik: Dr. Grabowski und seine Kollegen können Aufnahmen von CT- oder MRT-Untersuchungen auf einen Webserver laden, mit einem Passwort versehen und auf diesem Wege Einweisern, Kliniken oder anderen Kollegen zur Verfügung stellen. Der Fall kommt häufig vor – etwa dann, wenn jemand operiert werden muss und sich der behandelnde Arzt vor dem Eingriff die Befunde ansehen möchte. Auch Patienten, die sich längere Zeit im Ausland aufhalten und aufgrund einer plötzlichen Erkrankung alte Aufnahmen benötigen, kann Dr. Grabowski mit wenigen Tastenklicks bedienen. Kurzum: Die Glasfaser ist auch in der Medizin angekommen.

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